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Probebohrungen in Derendorf: Auf dem Weg zu klimafreundlicher Wärmeversorgung

In unserem Quartier in Derendorf wird derzeit ein zukunftsweisendes Heizsystem vorbereitet: An der Maybachstraße finden aktuell Probebohrungen statt, um die Installation einer Wasser-Wärmepumpe zu prüfen. Ziel ist es, künftig Wärme aus dem Grundwasser zu gewinnen und damit die bestehenden Gas-Kessel abzulösen.

Was wird untersucht?

Die Probebohrungen reichen bis in eine Tiefe von 25 Metern. Dabei wird das Grundwasser auf Temperatur sowie Inhaltsstoffe untersucht – zwei entscheidende Faktoren für den Einsatz einer Wasser-Wärmepumpe. In der Regel liegt die Temperatur des Grundwassers zwischen 7 und 12 Grad Celsius – ein idealer Bereich für die Wärmegewinnung. Des Weiteren ist die Wasserqualität wichtig: Ist zu viel Eisen oder Mangan im Wasser, kann das die Anlage beschädigen. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Bodenproben entnommen, um die geologischen Schichten zu analysieren.

Aktuell werden rund 500 Kubikmeter Wasser hochgepumpt, um die Temperaturmessungen durchzuführen. Vor Beginn der Bohrungen wurde eine Kampfmittelsondierung durchgeführt, um die Sicherheit auf der Baustelle zu gewährleisten.

Wie funktioniert eine Wasser-Wärmepumpe?

Eine Wasser-Wärmepumpe nutzt die im Grundwasser vorhandene Wärmeenergie. Dafür wird über einen Förderbrunnen Grundwasser entnommen und durch einen Wärmetauscher geleitet. Dort wird die Wärme an ein Kältemittel abgegeben, das bereits bei niedrigen Temperaturen verdampft. Der Dampf wird anschließend in einem Verdichter komprimiert, wodurch seine Temperatur weiter steigt. Diese Wärme wird dann an das Heizsystem des Gebäudes abgegeben. Das abgekühlte Grundwasser wird über einen Schluckbrunnen wieder in den Boden zurückgeführt. Dieses Verfahren ist besonders effizient und funktioniert auch bei niedrigen Außentemperaturen zuverlässig.

Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Kombination mit Photovoltaik

Neben der Wasser-Wärmepumpe ist auch die Installation einer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Quartiers geplant. Diese soll den Strom für die Wärmepumpen liefern. Ebenso soll der PV-Strom allen Bewohnern im Zuge eines Mieterstrommodells angeboten werden. So kann auch die Warmwassererzeugung in den Wohnungen durch die bereits vorhandenen elektrischen Durchlauferhitzer CO₂-neutral stattfinden. Durch das Zusammenspiel beider Systeme wird eine nachhaltige und kostengünstige Alternative zur bisherigen Gasversorgung entstehen.

Vorteile für Mieterinnen und Mieter

Die Umstellung auf das neue Heizsystem bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

Vorteile für die Umwelt

Die Nutzung von Wasser-Wärmepumpen und Photovoltaik ist ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung. Durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe wie Erdgas werden nicht nur CO₂-Emissionen reduziert, sondern auch Luftschadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub vermieden. Zudem wird das Grundwasser nach der Nutzung wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt – ohne chemische Veränderungen. Die Kombination aus erneuerbarer Wärme und selbst erzeugtem Strom trägt dazu bei, die natürlichen Ressourcen zu schonen und die Umwelt langfristig zu entlasten.

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse der Probebohrungen werden im Laufe des Monats Juli erwartet. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob die Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit der Photovoltaikanlage realisiert wird. Die Rheinwohnungsbau GmbH sieht in dieser Lösung eine stabile, bezahlbare und zukunftssichere Wärmeversorgung für das Quartier.

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