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Digitale „Zuhause Plattform“: Wohnung per Mausklick steuern

Die ersten Mietwohnungen sind bereits bezogen: In Düsseldorf-Unterrath hat die RWB ein neues Bauvorhaben umgesetzt. An der Juiststraße 1 und 3 sowie der Langeoogstraße 13 starteten wir im März 2020 mit dem Bau drei neuer Häuser, die 30 Mietwohnungen beherbergen. Diese ließen wir erstmalig mit einer Smart-Home-Technologie der ZP Zuhause Plattform GmbH ausstatten. Anlass für dieses Pilotprojekt war unsere Mieterbefragung, die wir im Herbst 2020 im kompletten RWB-Bestand durchgeführt hatten.

Seitens der ZP Zuhause Plattform GmbH begleitete Ina Fischbach (36), Prokuristin für Vertrieb und Projektmanagement, dieses Projekt und war mehrfach vor Ort im Quartier – zuletzt für die Bauabnahme im September. Im Interview mit unserem Mietermagazin 360° erzählt sie mehr über das gemeinsame Projekt und die Smart-Building-Technologie.

Ihr Unternehmen – die ZP Zuhause Platt­form GmbH – wirbt mit dem Slogan „Urbaner Wohn­raum wird smart”. Durch welche Funktionen gewähr­leistet das Ihr Produkt, die „Zuhause Plattform“?

Ina Fischbach: Diese Frage haben sich die Gründer unseres Unternehmens – Jan Frederik Harksen und Mario Schuster – bereits während ihrer Tätigkeit am Berliner Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme gestellt. Mit der „Zuhause Plattform“ geben sie nun eine innovative Antwort darauf: Alles, was in irgendeiner Form innerhalb eines Wohngebäudes digitalisierbar ist, kann über die Infrastruktur unserer „Zuhause Plattform“ gesteuert werden. Das heißt konkret: Abläufe werden weg vom Papier hin zum digitalen Prozess gebracht. Ankündigungen für die verschiedenen Mietparteien veröffentlicht die Wohnungsverwaltung einfach per Mausklick vom Schreibtisch aus. Der digitale Zutritt zum Gebäude sowie zu den Technik- und Nebenräumen erlaubt sowohl eine virtuelle Begehung als auch die Verwaltung von Schlüssel rechten. Im Vergleich zu einer Schließanlage sind die Kosten hierfür sehr gering, da Austausch oder Änderungen mit einem Mausklick erledigt sind. Die Vorteile der Digitalisierung liegen auf der Hand: Eine digitale Wohnung, ein digitales Gebäude und eine digitale Verwaltung sorgen für eine bessere und effizientere Nutzung. Für unsere Kunden muss es zudem sicher, einfach und rentabel sein. Das war uns schnell klar und haben es darum als Leitprinzip für die Produktentwicklung übernommen.

An wen richtet sich Ihr Angebot einer solchen Smart­Home­Technologie?

Ina Fischbach: Unser Angebot richtet sich vor allem an Wohnungsbaugesellschaften wie die RWB und an Genossenschaften, die sowohl ihre Verwaltung vereinfachen und digitalisieren als auch den Menschen, die bei ihnen wohnen, mehr Komfort bieten wollen.

Wie sind die beiden Unternehmensgründer überhaupt auf diese Idee gekommen?

Ina Fischbach: Durch die eigene Erfahrung in der Wohnungsvermietung stellten sich viele verschiedene Herausforderungen. Letztlich sind also alle entwickelten Lösungen aus einem echten Bedarf entstanden. Ergänzend dazu musste neuen gesetzlichen Anforderungen entsprochen werden. Ein Beispiel dafür ist die Verbrauchsdarstellung der Zählerwerte, die die RWB allerdings nicht über unsere Plattform abwickelt.

In Unterrath gibt es zwischen Ihrem und unserem Unternehmen ein Pilotprojekt. Wie kam dieses zustande?

Ina Fischbach:  In mehreren Konzeptgesprächen mit Benjamin Gaidel, der bei der RWB stellvertretender Abteilungsleiter der Bauwirtschaft ist, und weiteren Entscheidern wurde beschlossen, dass es dieses Pilotprojekt geben soll.
Es soll für zukünftige Projekte den Standard setzen.

Welche Vorteile ergeben sich für die Menschen, die in diesen digitalisierten Wohnungen leben?

Ina Fischbach: Für sie sind die Funktionen in der Wohnung smart: Wärme und Verschattung werden bequem und zentral über das Tableau in der Wohnung geschaltet. Dieser digitale Interaktionspunkt – auch Wohnungsadapter genannt – ist gleichzeitig auch die Innenstation der Video-Gegensprechanlage. Über das Tableau kann man Ankündigungen der Verwaltung einsehen oder Heizzeiten und Rollladenfahrzeiten individuell und einfach hinterlegen.

Wer zahlt für das Produkt „Zuhause Plattform“?

Ina Fischbach: Die Basis-Installation läuft über die RWB. Wer mehr möchte, kann einige Zusatzpakete kaufen oder mieten, um die Standardinstallation der RWB zu ergänzen.

Welche unterschiedlichen Produktpakete gibt es?

Ina Fischbach: Es gibt beispielsweise das Licht-/Strom-Paket, mit dem sich Steckdosen und Licht digital steuern lassen. Oder das Alarm-Paket mit Handsender, Bewegungsmelder und einem sogenannten Leckage-Sensor.

An wen kann man sich denn bei Störungen oder Fragen zur Plattform wenden?

Ina Fischbach: Erste Anlaufstelle für alle Mietparteien ist die RWB. Dort wird entschieden, ob es sich bei einer Störung um einen Mangel bei der „Zuhause Plattform“ handelt oder ob ein anderes Gewerk betroffen ist. Geht es um unsere Plattform, so leitet die RWB das Anliegen direkt an support@zuhause-plattform.de weiter.

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